Ich und die Anderen
Gefördert durch:

Julia Kristeva, »Fremde sind wir uns selbst«, edition suhrkamp

»Vielleicht ist es gerade die Subversion des modernen Individualismus, der Moment, in dem der Staatsbürger als Individuum aufhört, sich als einheitlich zu betrachten und zu glorifizieren, und statt dessen seine Inkohärenzen und seine Abgründe, kurz: seine »Fremdheit«, entdeckt, von wo aus die Frage sich neu stellt: Nicht mehr nach Aufnahme des Fremden in ein System, das ihn auslöscht, sondern nach Zusammenleben dieser Fremden, von denen wir erkennen, daß wir alle es sind.«